Zwei Personen sitzen an einem Tisch. Beide tragen grün gemusterte Oberteile. Eine spricht lebhaft in ein Mikrofon. Auf dem Tisch liegen mehrere Utensilien verteilt, darunter eine Wasserflasche, eine Karaffe, Besteck und Notizen.
Eine Person in heller Kleidung und Kopftuch lehnt an einer Wand neben einer Lampe. In der Hand hält sie ein Mikrofon und ein Heft, aus dem sie vorzulesen scheint.
Mehrere Menschen sitzen entlang einer Wand in einem Raum mit warmem, gedämpftem Licht. Im Vordergrund lehnt eine Person mit geschlossenen Augen an der Wand.

We Should All Be Dreaming

Sonya Lindfors & Maryan Abdulkarim

 Helsinki

„Das Mögliche wurde versucht und ist gescheitert. Jetzt ist es Zeit, das Unmögliche zu versuchen.“ so Sun Ra, avantgardistischer Jazzmusiker und prägende Figur des Afrofuturismus. Die Choreografin Sonya Lindfors und die Autorin Maryan Abdulkarim verwandeln mit We Should All Be Dreaming die ehemalige Werkstatt der JVA Rennelberg in einen temporären Ort des Zusammenseins – und öffnen einen Raum, in dem Zuhören, Austausch und gemeinsames Träumen zu Praktiken des stillen Widerstands werden. Bei einem 3-Gänge-Menü an einer langen Tafel, werden performative Tischreden zum Anlass für Gespräche über bessere Zukünfte. Welche Utopien werden denkbar, wenn wir uns erlauben, kollektiv über das scheinbar Mögliche hinaus zu träumen?

 

Sonya Lindfors ist eine kamerunisch-finnische Choreografin und künstlerische Leiterin. Sie ist zudem in den Bereichen Vermittlung, Gemeinschaftsorganisation und Bildung tätig und Gründungsmitglied sowie künstlerische Leiterin von UrbanApa, einer interdisziplinären und gegen hegemoniale Kunstgemeinschaft, die eine Plattform für neue Diskurse und feministische Kunstpraktiken bietet. In all ihren Positionen verfolgt sie das Ziel, anti-rassistische und feministische Plattformen zu schaffen und zu fördern, auf denen Festivals, Aufführungen, Publikationen oder Workshops als Orte der Ermächtigung und des radikalen kollektiven Träumens fungieren können.

Maryan Abdulkarim ist Autorin, Aktivistin und Kuratorin. Sie beschäftigt sich mit Themen wie Rassismus, Feminismus, Zugehörigkeit und Machtstrukturen sowie Freiheit. Dabei hinterfragt sie dominante Narrative in der finnischen Gesellschaft. Ihre Arbeit ist stark geprägt von postkolonialem Denken und Intersektionalität. Ein zentrales Motiv ihrer Arbeit ist die Idee, Zukünfte im Jetzt neu zu denken: Wer darf träumen? Unter welchen Bedingungen entstehen Visionen? Und wie können diese gerechter werden?


Angaben zur Produktion

Konzept: Sonya Lindfors & Maryan Abdulkarim, Arbeitsgruppe: Sonya Lindfors, Maryan Abdulkarim, Danai Anagnostou, Roy Boswell und lokale Partner, Fotos: (1) Diana Tinoco, (2 & 3) Essi Maaria Orpana

Unterstützt von Perform Europe, Rosendal International Theatre (Norwegen), CODA Oslo International Dance Festival (Norwegen), Oyoun Kultur NeuDenken gUG (Deutschland), LIFT (Großbritannien), Independent Dance (Großbritannien), Urban Apa (Finnland) und H2DANCE/Fest en Fest (Großbritannien).

Ko-produziert von Spring Utrecht – Festival, Baltic Circle – Festival und dem Finnischen Kulturinstitut für die Benelux-Länder. Unterstützt von den Black Cultural Archives, 81 Acts of Exuberant Defiance und dem Finnischen Institut in Großbritannien und Irland.